Informationsplattform Philosophische Praxis

Vor fünfundzwanzig Jahren, am 1. Mai 1981 wurde in Deutschland von Dr. Gerd B. Achenbach die erste Philosophische Praxis gegründet - eine Einrichtung, die mittlerweile in der ganzen Welt Verbreitung fand, zur Gründung zahlreicher nationaler Gesell- schaften für Philosophische Praxis führte und zur Eröffnung zahl- reicher Praxen in allen fünf Kon- tinenten. Seither ist Philosophie ein ordentlicher Beruf.

Dr. Gerd B. Achenbach

Dr. Gerd B. Achenbach

Vertreten wird die Idee der Philosophischen Praxis u.a. durch die „Internationale Gesellschaft für Philosophische Praxis” IGPP, der Achenbach von der Gründung 1982 bis Herbst 2003 vorstand. Damals trat er von diesem Amt zurück, um Jüngeren den Weg freizumachen.

Bergisch Gladbach ist allerdings auch weiterhin der Sitz der IGPP sowie, seit 2005, der regionalen Gesellschaft für Philosophische Praxis GPP, die sich die Förderung der Philosophischen Praxis zum Ziel gesetzt hat, Seminare und philosophische Studienreisen durchführt, in Zusammenarbeit mit der „Urania Meran” in Südtirol das „Meraner Philosophicum” organi- siert sowie in Leck, Schleswig- Holstein, in Zusammenarbeit mit der Lessing-Hochschule Berlin die „Sommer-Universität Leck”.

Die Einrichtung der Philoso- phischen Praxis findet als zeit- gemäße Alternative zu konven- tionellen Therapien weltweit ein reges Interesse. Sie ist sowohl ein Beratungsangebot für einzelne, für Paare und Gruppen, als auch für Institutionen, Organisationen, Verbände und Unternehmen.
Das Ziel Philosophischer Praxis?

Mit einem Wort des Novalis: „Dephlegmatisieren, vivificieren.”

Das ließe sich übersetzen: Beleben und auf die Sprünge helfen.

Mit dem Namen der Philoso- phischen Praxis und dem ihres Gründers hat sich eine bis dahin neue Form der Vermittlung philosophischen Denkens verbunden: der überlieferte Auftrag der Philosophie, „ihre Zeit in Gedanken zu erfassen” (Hegel), hat eine frische, unprätentiöse und jedermann verständliche Gestalt gewonnen.

Für Probleme wird sensibilisiert, für Hintergründe Verständnis geschaffen, über Vorausset- zungen aufgeklärt, Orientierungen werden erprobt, Perspektiven eröffnet, die Aufmerksamkeit für Übersehenes wird geschärft, der Sinn für Vergessenes oder Ausge- schlossenes wird geweckt, die Bereitschaft, unausgetretene Denkpfade zu betreten, wird ermuntert und zugleich an die besten Überlieferungen an- geknüpft.

Fundstücke

„Wo wir ein Hirn nicht überzeugen können, haben wir ein Herz nicht zu bekehren vermocht.”
Hans Kudzus

„Was hilft ein Argument, das die Leute kalt läßt?”
Paul Feyerabend

„Die zentrale philosophische Frage ist, wie man leben soll.”
Jilary Putman